Um die Mitte des 4. Jahrhunderts in Aquitanien geboren stammte Sulpicius Severus aus aquitanischem Adel. Ausgebildet in Bordeaux heiratete er eine Tochter aus reicher konsularischer Familie, die früh starb. Sulpicius schloss sich der asketischen Bewegung an, für die sich der aquitanische Adel am Ende des 4. Jahrhunderts geöffnet hatte. Unter Verzicht auf das väterliche Erbe lebte Sulpicius als conversio (= asketisch, ehelos, dem Gebet gewidmet) auf dem Gut Primuliacum (wahrscheinlich in der Gegend zwischen Narbonne und Toulouse) seiner Schwiegermutter Bassula.
© Prof. Dr.theol. Manfred Becker-Huberti, Köln
